evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Tübingen-Waldhäuser Ost

Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen

Siehe unten

Taufe von Kindern

Sie denken darüber nach, ob Sie Ihr Kind bei uns zur Taufe anmelden möchten?

Als Pfarrerin dieser Gemeinde freue ich mich darüber sehr und bin zum persönlichen Gespräch über Ihre Fragen jederzeit bereit.

Die folgenden Informationen sollen Ihnen beim Überlegen helfen.

Taufen im sonntäglichen Gemeindegottesdienst

Taufen finden in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche sonntags um 11 Uhr im Gottesdienst der Gemeinde statt. Wir kommen Ihren Terminwünschen sehr bereitwillig entgegen - doch ist wegen vielfältiger Termine unserer Gemeinde längst nicht jeder Sonntag möglich. Bitte stimmen Sie Ihren Terminwunsch deshalb so früh wie möglich mit uns ab!

Zur Anmeldung der Taufe im Gemeindebüro wird die Geburtsurkunde Ihres Kindes („für religiöse Zwecke") benötigt.

Voraussetzung bei der Taufe von Kindern ist, dass mindestens ein Elternteil selbst der Evangelischen Kirche angehört. Dem Täufling sollen außerdem Paten zur Seite stehen, die mit den Eltern zusammen das Kind im Heranwachsen begleiten und die es insbesondere darin unterstützen, in den christlichen Glauben hineinzuwachsen. Das Patenamt ist ein kirchliches Amt. Stellvertretend für den Täufling spricht der Pate öffentlich das Ja zur Taufe und zur Zugehörigkeit des Kindes zur Kirche aus. Deshalb sieht die Ordnung unserer Kirche vor, dass Taufpate nur werden kann, wer selbst einer christlichen Kirche angehört - und konfirmiert bzw. nach den Regeln seiner Konfession zum Abendmahl zugelassen ist. Hierüber benötigen wir von den Kirchengemeinden, denen die Paten jeweils angehören, eine sogenannte Patenbescheinigung; diese wird im dortigen Gemeindebüro ausgestellt. Mindestens ein Pate soll evangelisch sein. Evangelische Paten, die in Tübingen wohnen, benötigen keine Patenbescheinigung

Natürlich können Sie nahe Verwandte bitten, das Patenamt für Ihr Kind zu übernehmen. Vielleicht finden Sie aber auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die diese Aufgabe gern übernehmen und die damit sozusagen zusätzlich in die Familie hinein genommen werden können?

Gerade für Jugendliche kann dies eine schöne und wichtige Aufgabe sein - und die altersmäßige Nähe zu Ihrem Kind kann später besondere Chancen bergen.

Nicht selten kommt es vor, dass Eltern besonders gern jemand als Patenonkel oder Patentante bitten möchten, der nicht Kirchen-Mitglied ist. In solchen Fällen beziehen wir diese „Familienpaten" gern im Taufgottesdienst so mit ein, wie es passt und gewünscht wird. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir als Taufpaten im kirchlichen Sinne nur diejenigen in der Taufurkunde vermerken können, die selbst auch verbindlich einer Kirche angehören; und dass es jedenfalls auch Paten geben soll, die Kirchenmitglieder sind.

Bedeutung der Taufe

Die Taufe ist nach dem Verständnis der evangelischen (und katholischen) Kirche ein Sakrament, eine kirchliche Zeichenhandlung, die wir Menschen im Auftrag Jesu Christi vollziehen, und in der Gott selbst der Handelnde ist. Gott selbst verspricht dem Kind: Ich will dir ein gnädiger Gott sein. Ich werde dich nicht verlassen, was auch immer geschieht. Alles Böse und selbst der Tod hat letztlich keine Macht mehr über dich. Du gehörst zu mir.

Der Täufling wird auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft und drei Mal über der Stirn mit etwas Wasser begossen. Durch die Taufe wird ein Mensch zu Christus gehörig und trägt seinen Namen, wird „Christ".

Formal begründet die Taufe die Mitgliedschaft in der Kirche.

Kindertaufe - ja oder nein?

Viele Eltern sehen es so: Wir möchten, dass unser Kind von Anfang an zu Gott gehört und zur Gemeinschaft seiner Kirche. Es tut uns als Eltern gut, dass Gott unserem Kind in der Taufe seine Treue verspricht. Auch möchten wir unserem Kind von Anfang an das mitgeben, was uns selbst wichtig ist und am Herzen liegt. Deshalb lassen wir es schon bald nach der Geburt taufen.

Die eigene Entscheidung über den Glauben und über seine Kirchenzugehörigkeit kann es später noch immer selbst treffen, der Konfirmandenunterricht ist dafür eine gute Gelegenheit.

Diese Sichtweise entspricht in besonderer Weise dem Grundverständnis des Glaubens als eines Geschenks, nicht als einer eigenen Aktivität.

Andere sagen: Wenn unser Kind später getauft wird, zum Beispiel als Schulkind oder im Zusammenhang mit dem Konfirmandenunterricht, so kann es seine Taufe bewusst erleben und selbst sein Ja dazu sagen.

Auch diese Überlegungen haben ihr gutes Recht.

In der evangelischen Kirche ist das eine wie das andere möglich.

Für Sie als christliche Eltern ist es am allerwichtigsten, dass Sie Ihrem Kind von klein auf die Begegnung mit dem christlichen Glauben ermöglichen, so wie es Ihnen selbst entspricht, indem Sie mit ihm beten, indem Sie mit ihm Geschichten aus der Bibel kennen lernen, indem Sie später mit ihm zum Kindergottesdienst gehen und ihm die Teilnahme am Religionsunterricht ermöglichen.

Alle diese Möglichkeiten stehen Ihrem Kind jedenfalls auch dann offen, wenn Sie sich für die Taufe zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden sollten.

Taufgespräch

Wenn Sie Ihr Kind zur Taufe angemeldet haben, komme ich als Pfarrerin zu Ihnen zu einem Taufgespräch, bei dem gerne auch die Paten und Patinnen dabei sein können.

Sie suchen für Ihr Kind einen Taufspruch aus der Bibel aus, dabei unterstütze ich Sie gern.

Wenn Sie möchten, können Sie für Ihr Kind auch eine Taufkerze besorgen, die bei der Taufe an der Osterkerze entzündet wird und dann später z.B. jeweils am Tauftag als Erinnerung an die Taufe angezündet werden kann.

Hinweise zum Taufgottesdienst

Wir bitten Sie und die Paten/Patinnen, eine Viertelstunde vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche zu sein, um eine kurze Stellprobe machen zu können. Für Ihre Familie und Angehörigen reservieren wir gerne die erforderliche Anzahl von Plätzen. Während des Gottesdienstes darf nicht fotografiert werden. gerne können Sie im Anschluss an den Gottesdienst ein Erinnerungsbild im Altarraum machen. Bitte informieren Sie Ihre Angehörigen auch über diese Regelung. Über ein Spende zugunsten des Blumenschmuckes in der Kirche auf unser Gemeindekonto 237 237 bei der KSK Tübingen BLZ 641 500 20 freuen wir uns.

Taufe von Jugendlichen und von Erwachsenen

Für jeden, der die Bedeutung des christlichen Glaubens für sein Leben erfahren und erkannt hat, ist die Taufe das Sakrament, mit dem die Aufnahme in die Gotteskindschaft sichtbaren Ausdruck findet und mit dem die Zugehörigkeit zur christlichen Kirche beginnt.

Dieser Schritt ist auf kein Lebensalter beschränkt.

Mit Vollendung des 14. Lebensjahres ist man nach den Gesetzen in Deutschland religionsmündig. Von diesem Alter an liegt die Entscheidung über die Taufe ganz bei dem Betreffenden selbst.

Für Jugendliche ist es der nahe liegende Weg, am Konfirmandenunterricht teilzunehmen. Hier erfährt man Grundlegendes über den Glauben und auch über die Bedeutung der Taufe, kann sich über seine eigene Einstellung darüber im Gespräch mit anderen klarer werden und so sein bewusstes, eigenes Ja zur Taufe im Glauben an den dreieinigen Gott sagen.

Für alle, die das Konfirmandenalter bereits hinter sich haben, empfiehlt es sich, im direkten Gespräch mit Pfarrer oder Pfarrerin nach dem jeweils passenden Weg zur Tauf-Vorbereitung zu suchen.
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