evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Tübingen-Waldhäuser Ost

Evangelische Landeskirche in Württemberg

Pressemitteilung der vom 25.10.2007


zur Initiative Erinnerung und Umkehr - Für einen offiziellen kirchlichen Gedenktag am 9. November



Gedenktag am 9. November soll 2008 eingeführt werden

Zur Erinnerung und als Aufforderung, das jüdisch-christliche Verhältnis zu gestalten

Stuttgart. Die Landessynode beschloss auf ihrer diesjährigen Herbsttagung mit großer Mehrheit, am 9. November einen Gedenktag der Erinnerung und Umkehr einzuführen. Im Gedenken an die Reichspogromnacht vor 69 Jahren sollen Kirchengemeinden dazu ermutigt werden, an diesem Tag der Ereignisse zu gedenken, und zwar wenn möglich ökumenisch und mit den Kommunen zusammen. Material für diesen Gedenktag steht bereits von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) zur Verfügung.

Man wolle keinen neuen Feiertag schaffen, so der Synodale Winfried Dalferth, aber einen Gedenktag gegen das Vergessen der historischen Ereignisse. Man wolle einen Tag der Buße und Umkehr und zugleich eine nach vorne gerichtete zukunftsfähige Gestaltung des christlich-jüdischen Verhältnisses. Außerdem bat Dalferth, diesen Gedenktag in den liturgischen Kalender der Landeskirche aufzunehmen.

Der erste Gedenktag im Jahr 2008 soll als 70. Jahrestag allgemein verbindlich begangen werden. Außerdem will man darauf hinarbeiten, dass die gesamte ACK und die anderen Gliedkirchen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) diesen Gedenktag ebenfalls einführen.

Klaus Rieth
Evangelische Landeskirche in Württemberg
Pressestelle
Augustenstraße 124
70197 Stuttgart

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