evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde
Tübingen-Waldhäuser Ost

Zum "Nachhören"

Am Sonntag, 25.01.2015 fand zum 200. Todestag statt:

Eine Hommage an Matthias Claudius (15.08.1740 - 21.01.1815), den Wandsbecker Boten

geschickt um anzuregen in menschlichen Grenzen und der von Gott geschenkten Weite zu leben

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Der Mond ist aufgegangen

Gesungen vom Chor des Ev. Stiftes

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämmrung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

3. Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen,
Und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsre Augen sie nicht sehn.

4. Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel.

5. Gott, laß uns dein Heil schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

6. Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

7. So legt euch denn, ihr Brüder,
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch.
Verschon uns, Gott! mit Strafen,
Und laß uns ruhig schlafen!
Und unsern kranken Nachbar auch!

Nachhaltig gewirkt hat er durch sein Lied „Der Mond ist aufgegangen“. Aber er hatte noch mehr zu sagen – in Gedichten, in kurzen oder längeren Texten, humorvoll, witzig und auch ernst. Herzliche Einladung zu einem spätnachmittaglichen Treffen mit Liedern, die wir gemeinsam singen, mit Informationen und Texten, mit Musikstücken, die in die Zeit von Matthias Claudius einführen.
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